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Eine weitere Folge von: Rassimus…

No-Go-Areas in Übersee

Viel muss dazu nicht gesagt werden, aber es ist doch erstaunlich, was heutzutage noch im “Land of the free” abgeht. Von wegen “Home of the brave” und so…

Manchmal…

muss man garnicht soviel schreiben um etwas auszusagen. Diese beiden Links reichen eigentlich vollkommen aus.

[via the incredible Riemer]

Rassismus oder Neuigkeiten zu Herrn M….

Herr M. schwebt nicht mehr in Lebensgefahr und ist sogar wieder ansprechbar. Alles weitere zu dem Thema in einem sehr gelungenen Artikel von Telepolis.

Hoffen wir, dass erstens diese Tat vollständig aufgeklärt wird und zweitens das diese Tat nicht zu schnell von den Menschen, aber auch insbesondere von den Medien vergessen wird.

Der Fall Ermyas M., …

Ein Kommentar vom Psychopiraten und die darauf folgende Netz-Recherche lassen die Tat in einem etwas anderen Licht erscheinen. Es scheint auf einmal nicht mehr eine eindeutige, rechtsextreme Tat gewesen zu sein. Man kann sogar mit etwas Fantasie (und viel Zynismus) annehmen, dass einige Artikel die Schuld auf Herrn M. schieben wollen würden (konjuktiv).

Ich denke, dass ich die weitere Berichterstattung meinerseits erstmal ruhen lassen werde, bis zumindest etwas Licht ins Dunkel kommt, denn zu oft schon sind im Netz Falschmeldungen hochgeschaukelt worden – auch bei so angesehenen Agenturen wie Reuters und Bild und Focus lasse ich jetzt mal außen vor. Ich werde also zum jetzigen Zeitpunkt nur sagen, dass Herr M. (ein Deutscher äthiopischer Herkunft) in Potsdam niedergeschlagen wurde und jetzt schwer verwundet im Krankenhaus liegt.

Doch das relativiert mein derzeitiges Unwohlsein in deutschen Land nicht, denn immer noch wird mit Populismus hier und da gehandelt. Denn die Aussage “unseres” Bundesinnenministers, “dass auch blonde, blauäugige Menschen in Deutschland Opfer von Gewalttaten würden, teils sogar von Ausländern” mag zwar stimmen, aber man sollte doch besonders als öffentliche Person genügend Anstand und vor allem Wissen besitzen, dass man solche Aussagen nicht zu so einer Zeit den Medien zuwirft. Egal ob Herr M. selbst Schuld an seiner Misere hat oder nicht. Das böse N-Wort ist gefallen und für mich ist das nun mal ein rassistisches Schimpfwort. In meinen Augen zeichnet sich zumindest ein Populismus in der deutschen Politik ab, der zwar noch nicht parteiübergreifend ist, aber dennoch eine vage und doch erkennbare rechte Richtung einschlägt.

Und auch wenn der Herr Schäuble seine Aussage inzwischen relativiert hat, so spricht es für mich als Deutschen mit ausländischer Herkunft doch Bände, was ich in vielen Köpfen (oder zumindest in dem von Herrn Schäuble) befindet. Nämlich die Tatsache, dass auch er ein klein wenig rassistisch eingestellt ist und sich zu so einer Aussage hinreißen ließ.

Everyone’s a little bit racist… sometime…
Nur keiner will es zugeben…

Rassismus…

Und wieder einmal hat ein aktuelles Thema mein kleines Blog erfasst.
Der Anlass ist diesmal ein sehr trauriger, da es um den Mordversuch an Herrn M. geht. Der Mordversuch und die vorhergegangenen, rassistischen Beleidigungen lassen mich als Ausländischstämmigen wieder aufhorchen.
Ist dieses Land wirklich wieder so fremdenfeindlich geworden?
Haben sich die Ansichten der rechtsradikalen und  -extremen Szene doch noch schleichend in die deutschen Köpfe geschlichen?
Auch wenn ich im Gegensatz zu Herrn M. nicht schwarz bin, trifft die Aussage: “Es ist klar – und das weiß auch jeder im Westen – dass man als Schwarzer möglichst nicht in die neuen Bundesländer fährt�?, dadurch weniger auf mich zu?
Ich denke nicht. Mit rassistischen Beleidigungen bin ich schon oft genug konfrontiert worden und selbst das lustig-gemeinte “Sching-Schang-Schong” kann für mich schon eine Anspielung auf meine Hautfarbe sein. In der ehemaligen DDR habe ich mich bisher immer in Gesellschaft von deutschen Freunden aufgehalten, sodass mir der offensichtliche Rassismus erspart blieb, aber selbst in Hamburg – der weltoffenenen Stadt – kann man schon aufgrund seiner Hautfarbe beschimpft werden – Schlitzauge und Reisfresser sind da noch die nettesten Beleidigungen gewesen. Natürlich sind es nur Einzelfälle, aber auch diese können sehr stark ausarten. Ein Freund meiner Familie wurde vor einigen Jahren in der Hamburger U-Bahn mit einer Schere niedergestochen. Er überlebte den Angriff, aber der Satz des Täters vor der Tat: “Ich hasse Japaner!” zeigt, dass der Rassismus in deutschen Landen leider immer noch vorherrscht, auch wenn damals dem Täter bescheinigt wurde, dass er geistig verwirrt ist.
Irgendwie wünschte ich mir diesen Rassismus nach Deutschland. Er ist zumindest ehrlich und wesentlich ungefährlicher